Montag, 9. April 2018

Von der Zeit.--- und vom Saturn

Mit Hilfe der Astrologie lässt sich Zeit bestimmen. Mit dem Horoskop kann ich die Zeit sehen. Das geht mit den Planeten, die sich ständig weiter drehen. Weiter nach vorne, sich jeden Tag vorwärts bewegen. Unser Geburtshoroskop zeigt den Moment der Gestirne am Tag zu genau der Uhrzeit an dem Ort, an dem wir geboren sind. Das ist ein fester Zeitpunkt. Von da aus lässt sich die Zeit nach vorne, in die Zukunft, wie auch nach hinten, in die Vergangenheit, anschauen. Das nennt man Transite. 

Manch einer meint vom "Schicksal" getroffen, verraten, benachteiligt, auserwählt, etwas Besonderes ... zu sein. Der Ablauf von Zeit lässt sich auch an den Konstellationen des Geburtsradix ablesen. Es gibt da zum Beispiel eine Figur, die T-Quadrat heißt. Es sind drei Planeten daran beteiligt: Merkur, Jupiter, Saturn. Ich schaue mir dann die genauen Grade an, in denen diese drei Planeten stehen. Und in dieser Reihenfolge zeigt es sich, werden sie in unserem Alltagserleben auch ausgelöst. Steht der Merkur an erster Stelle, wird es zu Kontakten kommen, man kann sich gut miteinander unterhalten. Zusammen mit dem Jupiter hat man supergute Ideen, möchte sie auch angehen und verwirklichen. Und dann kommt ein paar Grade später der Saturn. Man wird kritisiert, man bekommt "Steine" in den Weg geworfen, wird boykottiert. Nun ist der Zeitpunkt, an dem viele aufgeben und alles "hinwerfen", verwerfen, und sich anderem zuwenden. Saturn ist dazu da aufzuzeigen, wo man Projekte noch verbessern kann, wie etwas bodenständig werden kann, erdverbunden "auf Felsen gebaut" sozusagen.
Mit diesem Schlüssel Zeit auseinanderzunehmen und konkreter anzuschauen, lassen sich vergangene Erfahrungen genauer anschauen, vergangene Abläufe ablesen und entsprechend aktuelle wie kommende planen beziehungsweise voraussehen, was wann passiert.


Anbei ein Foto einer Uhr. Das Ziffernblatt ist in 12 Stunden eingeteilt. Man könnte ein Horoskopeformular drüberlegen und es wäre identisch, weil es ebenso 12 Abschnitte beinhaltet. Bei der ersten Version ist die Einteilung in Zahlen von 1 bis 12, bei der zweiten Version sind die 12 Teilabschnitte mit den 12 Tierkreiszeichen benannt. Die Zeiger der Uhr geben die Häuserachsen an, könnte man mit ein bisschen Phantasie sehen.

Das Karma des Wassermann

Das sind Personen, die aus dem Familienverband ausgebrochen sind. Aussteiger, Aswanderer oder auch Versager, schwarze Schafe und Sündenböcke. Dazu gehören Menschen, die es beruflich zu nichts brachten, ihr Geld verspielten oder in Konkurs gingen. Auch Elternteile, die ihre Kinder nicht selbst versorgen konnten.

Die Vorfahren gingen ungewohnte Wege und hielten sich nicht an die Moral und den Status der Sippe. Ihre Nachkommen wiederrum übernehmen diese Energie und führen ein ähnliches Leben. Die Sippe hat diesem Menschen den Respekt versagt hat, ihn zum Schadfleck abgestempelt. Ihm folgt ein Mensch, der diesem ungeliebten Vorfahren die Ehre gibt (ihm ähnlich wird).

Die Wurzeln der Herkunft sind im Dunkeln. Bereits bei den Großeltern herrschte Unklarheit darüber, wer von wem abstammt. Oft gibt es „Kuckuckskinder“ in der Vergangenheit. Man eiß nie so genau, wer der Vater oder die Mutter ist. Das sind unehelich gezeugte, bzw. unehelich aufgewachsene Nachfolger. Diese Kinder werden dann von irgendjemanden angenommen. Sie sind das fremde und „frische“ Blut, die Inspiration, die jede Sippe braucht. Wassermann-betonte Menschen sind die Nachfolger solcher Kuckuckskinder. Sie haben das Gefühl, ihre Eltern seien gar nicht die richtigen. (Was sich zwischen Fantasie und Wunschglaube in solch einem Gehirn abspielt, hat tatsächlich einen realen Hintergrund: Jede zehnte Kind stammt nicht von dem Mann, der glaubt sein Vater zu sein.)
Ein Wassermann-Karma verweist auf geistige Helfer, die prägend in das Leben des Neugeborenen eingreifen, z.B. ist eine Frau schwanger. Während der Schwangerschaft ist sie mit einem anderen Mann verbunden, an den sie denkt und mit dem sie sich geistig austauscht. Dann fungiert dieser andere Mann als Begleitung für das Kind und wirkt auf sein späteres Leben ein. Geistig prägend auf das wassermann-betonte Kind wirken auch Freunde der Eltern. Das Umfeld der Eltern zu kennen ist hilfreich. Denn: Gute Freunde wirken in die Entwicklung des Kindes mit hinein, und das Kind ähnelt später immer mehr diesem bedeutenden Freund, der die Mutter während der Schangerschaft begleitete (= geistiger Vater).

Im System wird die Wahrheit verschwiegen. Folge ist ein extrem auffälliges Kind. (Familiengeheimnisse immer von Anfang an dem anderen mitteilen, dann geschieht eine große Beruhigung im System). Lüge oder die Wahrheit setzen gewaltige Energien in Gang.
Es gab einen Rebellen, einen Ausbrecher, Aussteiger der Familie, manchmal auch das Genie. Dieses Erbe prägt deinen Wunsch nach Freiheit, nach Bindungslosigkeit und deshalb kannst du auch auf eigene Kinder verzichten.

In deiner Familie gibt es sogenannte schwarze Schafe, Aussteiger, Weltenbummler. Menschen, die ungewohnte Wege gingen. Sie entsprachen nicht der Moral der Familie, weshalb ihnen der Respekt der Familie versagt wurde.

Was es noch gab:
Ein Vorfahre wurde als verrückt gehalten und deswegen schämten sich die Verwandten sehr, das er immer verleugnet wurde. (Scham ist ein großes Thema, das verdrängt wird.) Es gab Vorfahren mit schweren Gebrechen oder Missbildungen: z.B. Bein fehlte bei der Geburt oder andere äußerlich sichtbare Deformitäten, Gefangenschaft, Sanatoriumsaufenthalt. Unfälle aller Art erlitten, geistige Behinderung, schwere psychische Erkrankung.

Ein tragischer Unfall (Fallen aus hoher Höhe), Gefangenschaft, Sanatoriumsaufenthalt, Missbildungen, geistige Auffälligkeiten, es gab ein „Kuckuckskind“, einen Rebellen, Genie und Wahnsinn lagen eng beieinander, ein „schwarzes Schaf“.

Donnerstag, 5. April 2018


Widder - und sein Karma

Diese Menschen spüren in sich einen starken Wunsch, Kinder auf die Welt zu bringen. Meist sind das männliche Nachkommen, weniger weibliche. In der Vergangenheit gibt es einen Mangel an männlichen Nachfahren. Oder der männliche Nachwuchs starb zu jung. Die Angst davor, ohne Zukunft zu sein, prägt ihn. Nicht in einem Nachfahren weiterzuleben, ist für ihn gleichbedeutend mit ewigem Tod. In der Vergangenheit bestand die Gefahr, durch Schicksalsschläge auszusterben. Dieser Ahne war erst nach unzähligen Versuchen der Eltern auf die Welt gekommen. In der Vergangenheit waren Kinder an Epidemien gestorben.

Möglich ist auch, dass dieser Ahne Kinder ablehnt. Dann genau Ahnenforschung betreiben, um das Leben zu finden, in dem etwas dermaßen Schreckliches passiert ist, dass in der Gegenwart auf Kinder verzichtet wird.

Ist einem Widder verwehrt Kinder zu bekommen, braucht er einen entsprechenden Ersatz. Er könnte sich um ein anderes Kind kümmern, oder übernimmt eine Aufgabe, die ihm beinahe so wichtig ist wie ein eigenes Kind.

Widder kämpft um eine möglichst gute Position. Sieger ist, wer schnell und ohne Rücksicht loslegt, die anderen überholt, immer dem Licht entgegen. Dies alles geschieht trotz der drohenden Gefahr, dass ein späterer Frost den Tod bringen kann, sollte man zu schnell und vorzeitig loslegen. Es ist ein Kampf um das Licht und zugleich gegen den Tod. Am Tod entlang zum Licht ist sein Auftrag.

Das Ziel des Kampfes ist das Licht, dann bringt es Ehre, ansonsten Verlust und Schmach. In den Kampf ziehen – dem Licht entgegen, wie ein Ritter, der für das Gute kämpft. Alles andere ist unbedeutend. Mit dem Guten im Visier wächst die Kraft ins Unermessliche. Nichts kann ihn aufhalten. Außergewöhnliche Leistungen sind das Ergebnis.

Er will eine Zukunft, in der alles besser ist. Sein Vorhaben bringt ihn den Himmel genauso nahe wie dem Abgrund, der Gefahr. Widder ist ein Kämpfer, der gleichzeitig über eine hohe spirituelle Veranlagung verfügt. Widder symbolisiert den Beginn einer neuen Runde. Der Betroffene soll ganz tief in sich eintauchen. Dann wird er entdecken, dass er tatsächlich unter eine Angelegenheit einen Schlussstrich ziehen und neu starten muss. Er bricht die Welt auf, erobert, erstürmt, nimmt in Besitz.

Widder kreist um Heldentum, Abenteuer und Kampf. Im Widder lodert das kriegerische Feuer, in ihm toben Schlachten. Lust am Zerstören, Kämpfen, Siegen und zugleich Angst davor. Das Feuer, die Wildheit, die eigene Aggressivität und Wildheit akzeptieren lernen. Sich dieser Eigenschaften bewusst werden. Dann lassen sie sich leichter verändern, in eine Richtung lenken. Selbst dann wenn der Vater (Sonne in Widder) grausam war.

Menschen, die sich mit ihrer Aggressivität, ihrem Hass auseinandersetzen und sie als Potential anerkennen, sind in Wirklichkeit friedliche Wesen, die niemals anderen ein Leid zufügen. Diejenigen, die Hass und Wut weit von sch weisen, sind eher dazu fähig. Widder hat mit Feuer, Lebendigkeit, auch mit Aggressivität und unter Umständen sogar mit Gewalt zu tun. Man kann das Feuer wahrnehmen und annehmen oder verdrängen und ablehnen.

Themen:
Heldentum, Abenteuer, Kampf
Es gab kriegerische Auseinandersetzungen in der Vergangenheit, Schlachten, Kämpfe, Eroberungen, Krieg, Vergewaltigung, Misshandlung, Mord, brutale Übergriffe. Ein Schwanken zwischen Scham und Heldentum, Lust am Zerstören, Angst vor dem Zerstören. Siegen als Ziel, ein Held mit hohen Auszeichnungen, eine Art Robin Hood, sich für das Unrecht und für Schwächere einsetzen und sie verteidigen. In der Vergangenheit gab es Opfer, Vertreibungen, Gefangenschaft und Demütigung; ein wütender Draufgänger, ein Schurke, Extremsportler, Entdecker, Krieger. Die nicht gewürdigten Soldaten finden sich hier ebenso. Ein Kriegs-Held, der sich für sein Land einsetzte und keiner sein durfte.

Wird die Widder-Kraft nicht gelebt, das kriegerische Feuer, der Held in sich, dann wird derjenige schwach, passiv, ja sogar unsicher und zweifelt an sich selbst. Hier wirkt das Feuer selbst-schädigend. Dahinter liegt eine Karma-Schuld. Derjenige identifiziert sich mit jemanden in der Vergangenheit. Er wiederholt was bereits in einem früheren Leben passiert ist: dass dieser Ahne geschlagen, besiegt, unterworfen oder sogar vernichtet wurde. So ein Mensch steht nicht auf und protestiert. Er ergreift nicht die Energie, die ihm vom Kosmos geschenkt wurde und von seinem Vater (Sonne). Er bleibt in seinem Karma stecken. Der Preis ist Mutlosigkeit und Angst. Dann wird der Widdergeborene verfolgt, gedemütigt, gehänselt, ausgelacht und bekommt Probleme in Beziehungen.

Oder es laufen ihm seltsamerweise ständig Menschen über den Weg, die viel Feuer haben, schnell explodieren, gerne streiten. Häufig begegnen wir den eigenen Qualitäten in anderen. So erhält man ein Muster, ein Modell, und weiß somit, worum es geht.

Möglicherweise war der Vater (Sonne) zu schwach, um sich diesen Wunsch zu erfüllen, von außergewöhnlichen Leistungen oder er gab ermattet und kraftlos geworden im Laufe des Lebens das Kämpfen auf. Der Vater war stark und unnahbar. Ein Abenteurer, Entdecker oder Extremsportler.

Freitag, 30. März 2018

Wann Beratung ankommt und wann nicht

Auszug aus dem Vortrag über die Forschungen, wann Therapie gelingt:Was unterscheidet sogenannte erfolgreiche Klienten von den weniger oder nicht erfolgreichen Klienten?

Die Vorannahme dabei lautete, dass die zentrale Ursache für Erfolg oder Misserfolg der Therapie beim Therapeuten liege: Je einfühlsamer, authentischer usw. der Therapeut, desto erfolgreicher die Therapie. Folgerichtig konzentrierten die Wissenschaftler sich beim Abhören der Aufnahme zunächst auf die Therapeuten. Allerdings konnten sie bei der Analyse keine signifikanten Unterschiede zwischen den Therapeuten feststellen.

Anschließend hörten die Forscher den Klienten zu und machten eine faszinierende Entdeckung: Diesmal fanden sie Unterschiede zwischen den erfolgreichen und erfolglosen Therapien, und zwar schon in der ersten oder zweiten Therapiesitzung. Vermutlich sind Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, jetzt auch schon dabei, anhand Ihrer eigenen rfahrungen Vermutungen darüber anzustellen, was wohl das Ergebnis dieser Untersuchung sein könnte. Was das Ganze noch spannender macht: Die Wissenschaftler konnten schon beim Anhören jedes beliebigen Erst- und Zweitgesprächs vorhersagen, wie die übereinstimmende Bewertung durch den Klienten selbst, durch den Therapeuten und durch den Test letztendlich ausfallen würde.

Was die Forscher bei den erfolgreichen Klienten fanden, war Folgendes:
Diese verlangsamten immer wieder ihr Sprechtempo, drückten sich weniger klar aus und begannen nach Worten zu suchen, um das zu beschreiben, was sie eben erlebten. Auf den Bändern hörte sich das etwa so an: „ Hmm, ja, ... da ist Ärger ... hm, nein, ich bin wütend – ja das ist es, ich bin wütend!“ Das war ein gewisses Aha-Erlebnis. Die Klienten waren hörbar erleichtert, wenn sie etwa formulierten: Ja, ich bin wütend.
Die erfolgreichen Klienten drückten sich, sprachen sie von ihrem Erleben, immer wieder vage suchend aus: „ ... Das ist so wie ... hm ...“; sie hatten mehr Sprechpausen, Zeiten der Stille, und konnten nach diesem Innehalten etwas Genaueres, Neues formulieren. Sie lokalisierten Empfindungen im Körper: „Hier im Brustraum drückt es“, oder: „Dazu habe ich ein komisches Gefühl im Bauch“, oder: „Da bekomme ich einen Kloß im Hals“
 Die erfolgreichen Klienten nahmen zu ihrem gegenwärtigen Erleben Beziehung auf und versuchten dieses Erleben bildhaft, sprachlich und gestisch zu symbolisieren. Sie traten in eine empathische Beziehung zu sich selbst, und sie bezogen sich direkt auf ihr Erleben.

Dagegen drückten sich die erfolglosen Klienten die ganze Therapiestunde über klar aus. Sie sprachen nicht vonKörperempfindungen und auch nicht von Gefühlen, die sich während der Sitzung  wandelten. Sie konnten ihre Probleme analysieren oder auch weinen – im Endeffekt veränderte sich aber kaum etwas. Diese Klienten sprechen „über“ etwas, jedoch nicht „aus etwas heraus“, sie finden keine Stimme, die aus ihrem Herzen oder ihrem Bauch kommt und ein irrationales Echo in den Gefühlen auslöst. Was das Überflutet werden von Gefühlen angeht, tritt bei einer erfolglosen Therapie der gleiche Effekt ein andauerndes Weinen oder anderweitiges Ausagieren von Gefühlen verhindert die direkte Beziehung des Klienten zu seinen Gefühlen. Ein Veränderungsprozess wird dabei nicht in Gang gesetzt, auch wenn die damit verbundene Action möglicherweise für den Therapeuten spannend sein mag.

Erfolgreiche Klienten können eine fühlende und empathische Beziehung zu ihrem Erleben herstellen. Sie treten mit ihren inneren Vorgängen unmittelbar in Kontakt. Als „Ich „ können sie ihrem Erleben gegenübertreten und Intensität, Nähe und Distanz zu ihrem Problem regulieren: „Ich spüre mich ...“, „Ich nehme bei mir wahr ...“. Erfolgreiche Klienten haben ein „Ich mit mir“, eine annehmende, interessierte Beziehung zu sich selbst. Sie können einen Abstand zu ihrem Problem finden, einen inneren Freiraum schaffen, von dem aus sie eine realistische Chance haben, das Problem erfolgreich zu bearbeiten. Sie geraten also weder in die Gefahr, kopfüber in ihr Problem hineinzustürzen, noch gehen sie erlebnismäßig so weit auf Distanz, dass nur noch ein analysierend-reflektierendes Sprechen darüber möglich ist.Um diesen ausgewogenen erlebnismäßigen Kontakt zu sich selbst und zu dem Problem aufrechtzuerhalten,
- nutzen und vertrauen die erfolgreichen Klienten ihren körperlichen Empfindungen,
- nutzen und vertrauen die erfolgreichen Klienten ihren körperlichen Empfindungen,
- orientieren sie sich an spontan aufsteigenden inneren Wahrnehmungen, wie Bildern, Körperempfindungen, vagen Ahnungen und Körperimpulsen, nutzen sie die Symbolkraft ihrer Träume.

Das „Geheimnis“ des erfolgreichen Veränderungsprozesses besteht also in der Fähigkeit des Klienten, eine optimale Balance und Beziehung zu seinem inneren Erleben herzustellen und konstruktiv aufrechtzuerhalten, ... um von dort aus neue Informationen, kreative Einsichten,
bedeutsame Einstellungsveränderungen usw. auftauchen zu lassen. Nicht was ein Klient über sein
Problem im Kopf hat und sprachlich bereits „weiß“, auch nicht, was der Therapeut „über“ dieses Erleben zu wissen glaubt, scheint entscheidend für den Veränderungsprozess zu sein. Sondern die erlebnishafte Kontaktaufnahme mit einem vorsprachlichen, körperlich spürbaren Fühlen/Wisse
n von „etwas“, das sich sodann, wenn es sich weiter ungestört entfalten kann, in einem tiefgreifenden Aha-Erlebnis selbst erklärt und versteht. Geht der Kontakt zu diesen unmittelbaren körperlichen Erfahrungen verloren, stockt auch der therapeutische Prozess.
Quelle:
 https://www.lptw.de/archiv/vortrag/2010/renn-achtsamkeit-und-psychotherapie-focusing-lindauer-psychotherapiewochen2010.pdf

Sonntag, 11. März 2018

Wie innen - so außen

Wir fallen auf unsere eigenen Wiederspiegelungen herein. Wir fühlen uns von ihnen bedroht. Wir kämpfen dagegen an. Wir erkennen nicht, dass das, was uns so ängstigt, wir selbst sind.
Die Begegnung mit erlösten - unerlösten Anlagen; den eigenen Vorurteilen, Einstellungenen, Maßstäben, Idealen, Trieben, Gefühlen, Freiheitsdrang, Machtstreben.

Es besteht eine Entsprechung, eine Verwandtschaft, zwischen Innenwelt und Außenwelt. Was mir im Außen begegnet, wohnt auch in mir. Das sind äußere Symbole, Menschen oder Ereignisse. Sie wiederspiegeln mein Innenleben.
HIer sind wir in einer Gruppe, die sich mit dem beschäftigt, was uns das Schicksal "antut". Im allgemeinen gehen wir von Schicksals"schlägen" aus. Es gibt auch die wunderbaren Zufälle, die ebenso dem Schicksal angehören.

"Wie innen - so außen."
Auf den ersten Blick ist dieser Satz sehr erschreckend und vielleicht sogar beleidigend für einen betroffenen Menschen. Man fühlt sich als Opfer der Umstände. Und man will als ein Opfer anerkannt und akzeptiert werden. Das geschieht auch durch entsprechende Zuwendung.

- Und dann? -
Dann geht das Leben weiter. Und die Opferhaltung ebenso. Dies ist die Voraussetzung dazu, dass weiterhin Täter (Stalker, andere) sich zu einem gesellen und einem Leid antun.

Es hilft ein Weg:
Diese Spirale der Gewalt verlassen. Konsequent. Das beinhaltet sich auf das Eigene zu konzentrieren, was ich möchte. Das beinhaltet Bewusstseinsarbeit in Form von Selbstbeobachtung und Selbstreflexion: Was habe ich dazu beigetragen? Und hier ist schon wieder ein "Pferdefuß" versteckt: "Ich" . War "ich" das? Ja und Nein. Ja, weil ich das Opfersein jetzt lebe. Nein, weil ich ein vererbtes Muster in mir trage, das nun ständig aktiviert wird.

Pluto hat die Kraft zu kompletter Wandlung.
Merkur hilft darüber zu sprechen.
Mond und Venus helfen uns wieder zu fühlen, was in uns ist.
Mars wird dann für sich selbst aktiv.
Wir können uns entscheiden. (das ist auch Mars)

Ich lasse mich leben (ist fremdbestimmt, und entspricht auf der Skale minus 10).
Ich lebe selbst mein Leben. (das ist selbstbestimmt und beinhaltet einen Bereich von minus 3 bis pllus3).
Wir können auch selbstbewusste Täter sein, im Sinne von etwas tun. Etwas in Angriff nehmen, das mir gut tut.
Ich kann mich um den Drachen in mir kümmern und ihn nähren. Je nachdem, wie ich ihn behandle, so wird er sich mir zeigen.